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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 74 mal aufgerufen
 CliC-Diskussionen
Angler1975 Offline



Beiträge: 37
Punkte: 30

17.03.2024 21:18
Warum mich Bahnfahren mindestens genau so entspannt wie ein Waldspaziergang :-) Zitat · antworten

Hallo in den kalten Norden,

was ist das für ein seltsamer Titel?

Bahnfahren entspannend? Oder stressen ihn Waldspaziergänge so krass?

Heute habe ich in Stuttgart ganz knapp meinen Regionalzug verpasst, ich habe gerade noch RE90 und Nürnberg auf der großen Anzeigetafel gesehen und dann ist die Zeile nach oben verschwunden und der Zug war weg.

Gefreut hat´s mich zwar nicht, aber auch null geärgert, obwohl ich doch schon gut Hunger hatte. Habe mich einfach in den neuen Schlosspark gesetzt und ne Banane gefuttert.
Anschließend noch ne kleine Runde im Rosensteinpark gelustwandelt und mich dann über die Stuttgarter an der S-21-Baustelle amüsiert.

Sind ja auch ein lustiges Völkchen:
Durchlöchern die ganze Stadt und vergraben 10.000.000.000 € im Boden, um dann einen Durchgangsbahnhof mit 8 Gleisen zu haben. Das Witzige an diesem Schwabenstreich:
In 1 km Luftlinie Entfernung haben sie schon einen voll funktionsfähigen, modernen Durchgangsbahnhof mit 8 Gleisen!!! Nämlich in Bad Cannstatt. Aber einer reicht ja nicht...

Das Zugfahren ist natürlich für mich nicht so entspannend wie ein Waldspaziergang, aber ich hatte heute plötzlich noch mal ganz klar vor Augen, wie UNENTSPANNT diese Situation vor 7 Jahren gewesen wäre:

Ich wäre schonmal an einem Sonntag zu 99% noch verkatert gewesen mit üblem Heisshunger, der nicht aufzuschieben wäre. Dann hätte ich mir aber vorher noch ne Fluppe reingezogen,
weil ich mich tierisch geärgert hätte, das "Endlichzuhauseundwiedertrinkenkönnenbier" erst eine Stunde später saufen zu können.
Dann hätt ich mir irgendeinen überteuerten FastFoodDreck reingezogen und mir mit ner Cola den Magen noch mal extra ramponiert.
Dann hätte mich allein die Bahnfahrt schon gestresst und die Situation mit vielen, fremden Leuten.
Dank damals unbearbeitetem Trauma und heftiger Hypervigilanz noch ne tolle Reizüberflutung oben drauf...

Und heute?
Heute war´s entspannend wie nen Waldspaziergang.

Die absolute Basis dafür ist die Substanzfreiheit.

Bleibt oder werdet sauber!
Clean ist cool und entspannt.


harald005 Offline




Beiträge: 260
Punkte: 215

18.03.2024 07:09
#2 RE: Warum mich Bahnfahren mindestens genau so entspannt wie ein Waldspaziergang :-) Zitat · antworten

guten Morgen lieber Angler

"da kommt eine spannende Zeit auf Dich zu lieber Harald"
hat der Uwe mal vor über 5 Jahren zu mir gesagt, als ich ihn fragte was dieses "ständig nüchtern" in der Folge so alles ans Tageslicht bringt.

Und seit damals habe ich in der ganzen Zeit auch so "Szenarien" in der Seele und im Auge wie Du Sie da gestern in Stuttgart...

und manchmal denke ich, "das kannst Du aber wirklich Niemanden aus der "schnöden Alltagsszene" erzählen"
aber manchmal erzähle ich es dem "weiblichen Wesen " an meiner Seite.
wir beide haben dafür gegenseitig die "Antennen".

"Antennen", auch so eine Formulierung von Uwe, für etwas, für etwas das man sich erst erarbeiten muß,
aber dann wenn man sie ...
dann sind diese "Antennen" schon mal die Grundvoraussetzung für "spannende Zeiten".

Also, geht doch !
Es gibt doch " ein Leben nach dem ..."

Gruß Harald


Angler1975 Offline



Beiträge: 37
Punkte: 30

18.03.2024 12:57
#3 RE: Warum mich Bahnfahren mindestens genau so entspannt wie ein Waldspaziergang :-) Zitat · antworten

Moin Harald,

wie ich gerade auf facebook gesehen habe, waren meine ehemaligen Saufkumpanen genau einen Tag vor mir in Stuttgart im Carl´s Brauhaus
und wahnsinnig stolz auf ihre "kulturelle Veranstaltung" Samstag nachmittags.

Was bin ich froh, da nicht mehr dazuzugehören.

Zumal da auch u.a. 2 Frauen dabei waren, deren Väter sich totgesoffen haben und deren Partner es jetzt den Vätern nachmachen.

Nicht mehr mein Bier.

Gruß vom Angler


harald005 Offline




Beiträge: 260
Punkte: 215

22.03.2024 19:07
#4 RE: Warum mich Bahnfahren mindestens genau so entspannt wie ein Waldspaziergang :-) Zitat · antworten

Hallo Angler,

was da die von Dir genannten Frauen "unbewusst" dazu bewegt "die Väter auf die Partner zu übertragen" lernt man ja bei der Reha, müssen wir hier nicht breittreten.

Nur schade das solche psychischen Hintergründe erst zur Sprache, bzw. zum Verständnis gebracht werden wenn es meistens schon zu spät ist.

Schön das wir den wichtigen Schritt aus diesem Umfeld erkannt und auch vollzogen haben.

Ich habe leider ewig, (Jahrzehnte) gebraucht bis ich diese für mich einzige Lösung fand. - Raus aus der Situation.

Raus aus der Situation d.h. für mich nach drei erfolglosen Reha-behandlungen und unzähligen Entgiftungen:
komplett raus aus allem, besonders der Umgebung und 600 km Entfernung zwischen mich und die Vergangenheit bringen.
Und langsame, abgesicherte Schritte, nicht wieder in den alten Trott abgleiten.

Schritt für Schritt: Entgiftung, Reha mit Verlängerung, Adaption mit Verlängerung, ein Jahr wohnen in einer Clean-WG, danach in eine sichere Partnerschaft.
Frage mich bitte nicht was ich unter sicherer Partnerschaft verstehe. Ist wohl hauptsächlich das Gefühl dabei.
Und die Vorteile die mir durch den gleichzeitigen Übergang in die Rente gegeben waren.

Harald


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